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German Studies Russia bei der DAAD-Konferenz „Hochschulbildung ohne Grenzen“ (21./22.06.2010)

23.06.2010

Bei der Tagung „Hochschulbildung ohne Grenzen – Projekte deutscher Hochschulen im Ausland“ am 21. und 22. Juni 2010 im dbb-Forum in Berlin war German Studies Russia auf Einladung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) mit einem Messestand in der Ausstellungshalle vertreten.

Die Tagung beinhaltete einen Konferenz- und einen Ausstellungsteil. An der Konferenz nahmen hochrangige inländische und ausländische VertreterInnen aus Hochschulen, Politik und Wirtschaft teil, darunter der Generalsekretär des DAAD, Dr. Christian Bode, der ehemalige stellvertretende Vorstandvorsitzende von Thyssen Krupp, Prof. Dr. Ulrich Middelmann, Prof. Dr. Rita Süssmuth, u.a. Präsidentin des Konsortiums der Deutsch-Türkischen Universität sowie Prof. Dr. Margret Wintermantel, Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz.

 

Die Konferenz bot einen gelungenen Überblick über deutsche Bildungsprojekte im Ausland und ihre Entwicklungsperspektiven. Deutlich wurde, dass es eine Vielfalt von Ansätzen unterschiedlicher Fächergruppen gibt, gemeinsam mit internationalen Partnern Hochschulbildung zu gestalten. Eine „deutsche Strategie“, die klare Ziele der Wissenschaftsförderung im Ausland definiert, gibt es bislang nicht. Vielfach verknüpfen deutsche Bildungsangebote im Ausland ihre Bildungsziele mit entwicklungspolitischen. Eine Tendenz zu unternehmerischen Ambitionen deutscher Bildungsanbieter im Ausland hat sich in den letzten Jahren nur sporadisch abgezeichnet – sie wird von vielen nach wie vor kritisch gesehen.

 

Als „Bildungsexportschlager“ können weiterhin deutsche Ingenieur- und Technikwissenschaften gelten. Eine enge Verbindung zur deutschen Wirtschaft und deren breite Unterstützung sind in diesen Bereichen gegeben. Ungleich schwerer haben es die Sozialwissenschaften, Partner und Förderer aus der Wirtschaft zu gewinnen, auch wenn alle TeilnehmerInnen übereinstimmten, dass im internationalen Austausch das Verständnis füreinander die beste Grundlage bildet. – Wer könnte dieses besser ermöglichen, als die Sozialwissenschaften?

 

German Studies Russia setzt sich insbesondere das Ziel, reflektiertes Verständnis zwischen Deutschland und Russland zu schaffen, indem das Programm russischen Studierenden die Möglichkeit gibt, Deutschland aus verschiedenen Perspektiven kennenzulernen und sich mit deutschen Lehrenden und Studierenden auszutauschen.

 

Der Ausstellungsteil der Tagung bot viel Gelegenheit, sich mit Kolleginnen und Kollegen anderer, auch ausländischer Hochschulen auszutauschen.

 

Was bleibt von dieser Tagung?

 – In jedem Falle die Erkenntnis, dass Bildungsaustausch an sich ein großer Mehrwert ist, der sich vielleicht nicht immer in Zahlen messen lässt, aber in den (Bildungs-)Erfahrungen, die Menschen machen – und die sie zu verantwortungsvollen Persönlichkeiten heranwachsen lassen.

 

Die Tagung konnte die TeilnehmerInnen auch dazu anregen, nach vorne zu schauen und ihre Angebote weiter auszubauen und zu optimieren – hoffentlich mit breiter politischer und vielleicht auch mit wirtschaftlicher Unterstützung. Nur Mut zur Innovation!

 



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Stand: 28.06.2010

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